Haustiere

Seepferdchen sind ausverkauft @moritzverlag (Rezensionsexemplar erhalten).

Seepferdchen sind ausverkauft ist ein besonderes Buch. Denn es geht um Tiere, viele Tiere. Um einen vielbeschäftigten Vater, der im Home-Office arbeitet – seit Corona können viele Eltern davon ein Lied singen. Und es ist ein Sommerbuch.

Es sind Ferien. Mika will baden fahren, aber Papa hat keine Zeit. Er arbeitet, ist zerstreut und lässt sich schließlich auf einen Kompromiss ein: Wenn er in Ruhe arbeiten kann, dann darf Mika endlich ein Haustier kaufen. Es beginnt mit einer Maus und endet mit einem Elefanten. Denn es tut sich ein Problem nach dem anderen auf. Aber Mika findet immer eine Lösung und hat viel Spaß mit den Tieren. Als Papa endlich mit seiner Arbeit fertig ist, fahren alle gemeinsam an den Badesee. Mika hat Kreativität und Autonomie bewiesen. Und hat sich fürsorglich um die Tiere gekümmert.

Kinder finden dieses Buch toll. Wenn Eltern beschäftigt sind, entstehen manchmal Freiräume. Wie toll muss es sein, mit einer Maus, einem Hund, einem Pinguin, einem Papagei und sogar einem Elefanten zu Hause zu wohnen?

Eltern können ins Nachdenken kommen. Es ist nicht leicht für Kinder, wenn es ständig heißt: „Ich habe gerade keine Zeit, kannst du nicht alleine spielen, dich beschäftigen?“ Mikas Wunsch nach Bindung und Beziehung kann gerade nicht vom Vater beantwortet werden. Dies erklärt u.a. auch die große Sehnsucht nach einem Haustier.

Das Buch endet gut: Alle fahren zum Badesee und Mikas Vater akzeptiert die neuen, tierischen Bewohner.

 

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